Straf­tat­be­stand im Völkerstrafrecht

StGB_1914Das Über­ein­kom­men über die Ver­hü­tung und Bestra­fung des Völ­ker­mor­des (Con­ven­ti­on on the Pre­ven­ti­on and Punish­ment of the Crime of Geno­ci­de, CPPCG) hat die Rech­te gan­zer Völ­ker zum Inhalt. Es geht nicht – wie in den Men­schen­rechts­über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen – um die Rech­te ein­zel­ner Individuen.

Beschlos­sen wur­de die Kon­ven­ti­on von der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen mit der Reso­lu­ti­on 260 A (III) am 9. Dezem­ber 1948 und ist am neun­zigs­ten Tage nach dem Zeit­punkt der Hinter­legung der zwan­zigs­ten Rati­fi­ka­ti­ons­sur­kun­de, am 12. Janu­ar 1951 in Kraft getre­ten. Von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist die Kon­ven­ti­on im Febru­ar 1955 rati­fi­ziert worden.

Bereits in der Reso­lu­ti­on 180 der Ver­ein­ten Natio­nen vom 21. Novem­ber 1947 ist Völ­ker­mord als ein inter­na­tio­na­les Ver­bre­chen bezeich­net wor­den, das mit der Völ­ker­mord­kon­ven­ti­on auch als Straf­tat­be­stand in das Völ­ker­straf­recht auf­ge­nom­men wor­den ist. Völ­ker­mord oder Geno­zid ist neben Kriegs­ver­bre­chen, Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit und das Ver­bre­chen der Aggres­si­on ein Völ­ker­rechts­ver­bre­chen, das im Rom-Sta­tut als das „schwers­te Ver­bre­chen, wel­che die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft als Gan­zes berüh­ren“, bezeich­net wor­den ist. Als eines der wich­tigs­ten Insti­tu­tio­nen – neben den natio­na­len Gerich­ten – ist der Inter­na­tio­na­le Straf­ge­richts­hof in Den Haag für die­se Ver­bre­chen zuständig.

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