Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes

UN_blauDie UN-Völk­er­mord­kon­ven­tion, das “Übereinkom­men über die Ver­hü­tung und Bestra­fung des Völk­er­mordes” (“Con­ven­tion on the Pre­ven­tion and Pun­ish­ment of the Crime of Geno­cide”, CPPCG) (UN-Geno­cide-Kon­ven­tion) ist eine der ältesten Men­schen­rechtsabkom­men der Vere­in­ten Natio­nen. Sie wurde von der Gen­er­alver­samm­lung der Vere­in­ten Natio­nen bere­its am 9. Dezem­ber 1948 beschlossen und trat am 12. Jan­u­ar 1951 in Kraft.

Die UN-Völk­er­mord­kon­ven­tion wird oft­mals nicht zu den Men­schen­recht­sübereinkom­men der Vere­in­ten Natio­nen gezählt, denn durch Völk­er­mord ist nicht — wie bei den bürg­er­lichen und den sozialen Men­schen­recht­en — ein einzelnes Indi­vidu­um betrof­fen, son­dern eine Gruppe, ein Volk. Nichts desto trotz schützt diese Kon­ven­tion grundle­gende Men­schen­rechte: das Recht auf Leben und den Schutz vor sein­er Aus­rot­tung aus nation­al­is­tis­chen, ras­sis­tis­chen, religiösen oder eth­nis­chen Grün­den. Die UN-Völk­er­mord­kon­ven­tion schützt damit eines der wichtig­sten Men­schen­rechte der drit­ten Gen­er­a­tion, ver­standen als kollek­tives Recht der Völk­er.

Auf den fol­gen­den Seit­en möcht­en wir dem inter­essierten Leser die Völk­er­mord­kon­ven­tion näher vorstellen.